FITNESSLOUNGE – Arbeit Wachstum Kunst
Eine audiokinetische Installation zum Benutzen
in unterschiedlichen Varianten realisiert – u.a. beim Jakuzzi-Festival im WUK Wien 2013, in der Kunsthalle Exnergasse Wien 2022, und beim Hin&Weg Theaterfestival Litschau 2022
Konzept / Samples / Objektbau: Otmar Wagner
Die Installation, die im Kern aus drei ›Fitnessgeräten‹ besteht, wurde für die jeweiligen Räumlichkeiten spezifisch ausgestaltet – z.B. Teppich- oder Sandboden; umschließendes Pflanzenambiente oder dekonstruktivistische Architektur aus Lattenelementen etc.
Die Objekte sind aus Liegestühlen, Holzlatten, sowie Paddeln / Fußpumpen / Flossen gebaut und können von den BesucherInnen benutzt bzw. bedient werden. Durch die Mechaniken der Objekte werden über Trigger-Systeme Sounds erzeugt, die die BenutzerInnen direkt über Kopfhörer hören. Jedem Objekt ist ein Thema zugeordnet: ARBEIT bzw. WACHSTUM bzw. KUNST.
Hinter den grob wirkenden und einfach zu bedienenden Geräten verbirgt sich ein Soundsystem mit komplexen Spielmöglichkeiten. Zum einen können an jedem Gerät über ein Tasterboard drei verschiedene musikalische Grundloops ausgewählt werden, zum anderen werden über die Bewegung der Paddeln (Objekt ARBEIT), das Drücken der Fußpumpen (Objekt WACHSTUM), die Seilzüge der Flossen (Objekt KUNST) jeweils bis zu 2 x 12 verschiedene Sprachschnipsel angetriggert (in die Mechaniken sind Taster und Kipp-Sensoren eingebaut). Bei den Sprachschnipseln handelt es sich um verschiedene Statements aus politischen und soziologischen Reden, die sich auf das jeweilige Thema beziehen. Die spezifische Programmierung der Trigger ermöglicht, daß die Schnipsel – je nach Bewegung – auch unterbrochen und / oder überlagert, d. h. durch die BenutzerInnen in unterschiedlichster Art ›gesampelt‹ werden können.
»Ich arbeite mit Strategien der Affirmation / der Ambivalenz. Die Fitnesslounge ist für mich ein Moment des meditativen Exorzismus jener Versprechen, die mich als 24-hour-worker, Mehrwertfetischisten und Bonuspunktesammler, als Lebenskünstler und Self-Designer im Fegefeuer der Ich-AG zunehmend mental versklaven. Halleluja.«







