Der Performancezyklus WUNDE WELT entstand von 2016 bis 2018. Er besteht aus drei Essay-Performances und der abschließenden szenischen Installation WUNDE WELT #Ende: Ich. Europa. Die Essay-Performances basieren auf einer strengen dramaturgischen Grundstruktur, die neben den diskursiven Assoziationstrips poetische Aktionen, themenbezogenes Freibier und klangliche Interaktionen mit dem Publikum beinhaltet. Die Langversionen der Performances wurden im November 2017 im WUK Wien als Reihe gezeigt. Daneben gab es mehrere Spezial- und Kurzversionen, die zwischen 2016 und 2024 in unterschiedlichen Kontexten in Wien, Salzburg und Linz zu sehen waren. Mehr zur Ästhetik der Essay-Performances gibt es im Artikel EIGENSINN. Ein paar Hintergedanken zu meiner Arbeit, erschienen im Booklet Nr.1 von WUK performing arts.
WUNDE WELT #1: Imperative der Identität

FLUC Wien, Januar 2017 / als Gast von FUCKHEAD: VERTEX! Wien, März 2017 / WUK Wien, November 2017 / OBSTACLES#1 – Galerie 5020, Salzburg, Juni 2024
Konzept / Skript / Sounds / Performance: Otmar Wagner, Produktion / Dramaturgie: Haiko Pfost
In dieser Performance geht es um Leiblichkeit, Familie, Karriere, Konsum, Kultur, Selfies, Oktoberfeststatistiken und kapitalistische Imperative. Und um Bier mit Heimat-Geschmack. Im Prinzip geht es um alles, aber: ETWAS FEHLT!
Zur Sprache kommen: Rudolf Stichweh, Erich Fromm, Gertrude Stein, Niklas Luhmann, Ernst Bloch, Boris Groys, Bertolt Brecht, Georg Büchner, sowie: Lidl, TUI, Bipa, Milka, Media Markt und viele andere.
Die Aufführungen im WUK wurden von WUK performing arts Wien koproduziert und von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.
WUNDE WELT #2: Kakophonie der Kolonialisierung

FLUC Wien, Februar 2017 / FUCKHEAD: VERTEX! Wien, März 2017 / WUK Wien, November 2017
Konzept / Skript / Sounds / Performance: Otmar Wagner, Produktion / Dramaturgie: Haiko Pfost
In dieser Performance geht es um Blasmusik auf Hawaii, Parkbänke für Arier, Karneval und Völkerschauen, Indianer und Sternsinger, Cultural Appropriation und Schweinefleisch. Und um rassistisches Bier.
Zur Sprache kommen: Jean Baudrillard, Rudolf Stichweh, Walter Sauer, Rolf Braun, Uli Hoeneß, Edwin Joshua Ndybisi, Joseph Beuys, Maria Theresia Ledóchowska, Julia Kristeva und viele andere.
Die Aufführungen im WUK wurden von WUK performing arts Wien koproduziert und von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.
WUNDE WELT #3: Ästhetik der Absperrung

RHIZ Wien, Dezember 2016 / als Gast von FUCKHEAD: VERTEX! Wien, März 2017 / Performing Sound Festival Salzburg, Oktober 2017 / WUK Wien, November 2017 / Superstadt-Symposium, Universität Linz, Mai 2019
Konzept / Skript / Sounds / Performance: Otmar Wagner, Produktion / Dramaturgie: Haiko Pfost
In dieser Performance geht es um die Formensprache und Schönheit der Grenzen – weltweit. Ausgehend vom österreichischen Grenzübergang Spielfeld, seiner Historie und den Vorgängen im Herbst 2015 führt der Assoziationstrip von historischen Beispielen bis hin zur Untersuchung aktueller Grenzanlagen und mündet wieder in Spielfeld. Es geht um die Frage: wie kann er aussehen, der österreichische Grenzzaun? Gibt es dafür eine transparente, weltoffene ästhetische Lösung?
Zur Sprache kommen: Giuliano Wagner, Johanna Mikl-Leitner, Patrick Bontenakels, Martin Heidegger, Helmut Ortler, Donald Trump, Bernd Scheifele, Vilém Flusser und viele andere.
Die Aufführungen im WUK wurden von WUK performing arts Wien koproduziert und von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.
Das Themenfeld wurde auch behandelt im Kurzvideo DER ZAUN und in der Installation WALL/WORK IN PROGRESS. Und hier geht’s zum GRENZZAUNJOGGING.































